Respekt.net

Der "Ort des Respekt" 2020 kommt aus Wien

1. Platz 2020: FREI.Spiel macht Schule

FREI.Spiel aus Wien setzt sich seit 2013 für nachhaltige Bildungsgerechtigkeit ein und gestaltet Beziehungspartnerschaften zwischen Freiwilligen, Pädagog*innen und sozial benachteiligten Kindern.

Freiwillige gehen während des Schuljahres wöchentlich in Horte/Schulen, wo sie unter Anleitung der Pädagog*innen mit Kindern lernen und spielen, sie motivieren und stärken. Die erweiterte Unterstützung ermöglicht Lernförderung, fördert soziale Kompetenz und Selbstvertrauen. Das schafft gerechtere Voraussetzungen für zukünftige Lern- und Berufserfolge. FREI.Spiel macht Schule wurde im Schuljahr 2018/19 gestartet und bietet Schüler*innen Unterstützung, die keinen Anspruch auf einen Hort- oder Ganztagsschulplatz und daher keine Förderung am Nachmittag haben. FREI.Spiel nützt den Schulbesuch am Vormittag, um ihnen zu helfen und sie zu begleiten. Für die Eltern entseht weder einen zusätzlicher finanzieller noch organisatorischer Aufwand!

Die Arbeit mit Kindern bedarf einer guten Qualitätssicherung. FREI.Spiel wählt die Freiwilligen aus, bietet Weiterbildung und Supervision an, versichert und begleitet sie. Im März 2020 waren 85 Freiwillige in 19 öffentlichen Volksschulen und 2 NMS in Wien u. NÖ tätig und erreichten 850 Kinder, die dringend Unterstützung brauchen.

Der 1. Platz erhielt 3000 Euro als Preisgeld.

2. Platz 2020: Wohlfühltage für obdachlose Mitmenschen

Der Verein MUT setzt sich durch die Wohlfühltage aktiv für die Inklusion marginalisierter Menschen ein: Bei den Wohlfühltagen für obdachlose Mitmenschen wird Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, ein sorgenfreier Tag bereitet. Vor allem die Begegnung auf Augenhöhe ist MUT ein sehr großes Anliegen!

Unsere Idee ist Menschen, am Rande der Gesellschaft, einzuladen um ihnen einen sorgenfreien Tag zu bereiten. Nicht nur, dass sie mit einem gemeinsamen Essen, Trinken, Kleidung, einer entspannenden Massage und neuem Look verwöhnt werden, ist uns vor allem der zwischenmenschliche Aspekt ein sehr großes Anliegen!

Begegnung auf Augenhöhe - darunter verstehen wir Herzlichkeit, gute Gespräche, gemeinsam Lachen und all das mit großer Wertschätzung. Menschen, die am Rande unserer Gesellschaft leben, mangelt es nicht nur an materiellen Dingen, sondern auch an sozialen Kontakten, menschlicher Nähe und Körperkontakt.

Wie kann man sich so einen Wohlfühltag vorstellen?

Während unsere Gäste mit einem kleinen Frühstück empfangen werden, wird für sie ein feiner, kleiner Friseursalon eingerichtet. Das Friseurteam kümmert sich nach der ersten Stärkung liebevoll um unsere obdachlosen Gäste. Das Massageteam verwöhnt durch entspannende Berührung, welche gerade für obdachlose Menschen enorm wichtig ist. Abschließend wird in unserer mobilen Outdoorküche gemeinsam gekocht, gegessen und geplaudert – denn wo sonst, wenn nicht beim Essen „kommen die Leut’ zamm“!

Der 2. Platz hat einen Siegerscheck von 2000 Euro erhalten.

3. Platz 2020: Start with a Friend Austria

Start with a Friend Austria (Swaf) stiftet handverlesene Freundschaften zwischen Geflüchteten, die neu nach Wien gekommen sind, und Locals, die sich in Wien bereits heimisch fühlen.

Start with a Friend Austria (Swaf) ist ein gemeinnütziger Verein, der auf Basis ehrenamtlicher Mitarbeit handverlesene Freundschaften zwischen Geflüchteten, die neu nach Wien gekommen sind, und Locals, die sich in Wien bereits heimisch fühlen, stiftet. Wir nennen diese Freundschaften Tandems. Die TeilnehmerInnen müssen 18 Jahre oder älter sein und zwischen den Tandems muss es eine gemeinsame Sprache geben, sodass ein freundschaftlicher Austausch möglich ist. Auf Basis von Interessen, Erwartungen und Persönlichkeiten werden Menschen in Tandems vermatcht, die sich mindestens einmal pro Woche treffen und gemeinsame Hobbies ausüben. Weiters bietet Swaf einmal im Monat einen Stammtisch und ein Community Event an. Ziel ist es durch die Tandems und Community Events geflüchteten Menschen eine Teilhabe an der österreichischen Gesellschaft außerhalb von offiziellen Terminen, Deutschkursen und Betreuung in Wohnheimen zu ermöglichen. Der freundschaftliche Austausch soll das Ankommen erleichtern und Normalität in den Alltag von Geflüchteten bringen.

Der 3. Platz hat ein Preisgeld von 1000 Euro erhalten.

3. Platz 2020: Malen mit alten und demenziell erkrankten Personen

Wir, 3 Seniorenstudenten der UNI 55 Plus, haben in einem Seminar das Thema „Malen mit dementiell erkrankten Menschen“ erarbeitet. Nach einigen Nachforschungen in Salzburg und Restösterreich haben wir gesehen, dass dieses Thema in Seniorenhäusern nicht aktuell ist.

Die Universität 55-PLUS wurde 2017 von der Frau Vize-Bgm. Hagenauer gebeten, einen Beitrag zum Thema Demenzfreundliche Stadt Salzburg zu leisten. Wir, 3 Seniorenstudenten der UNI 55 Plus, haben in einen PS das Thema „Malen mit dementiell erkrankten Menschen“ erarbeitet.

Nach einigen Nachforschungen in Salzburg und Restösterreich haben wir gesehen, dass dieses Thema in Seniorenhäusern nicht aktuell ist. Wir haben es im Seniorenhaus in Hallwang probiert und wir haben sehr viel Erfahrung und schöne Momente erlebt. Durch das sehr positive Echo haben wir das Malen in Hallwang fortgesetzt und haben 2018/ 2019, 2020 Malen in den Seniorenhäusern Hellbrunn, Kahlsperg, Liefering, Itzling, Taxham, Diakonie, Bolaring und Grödig mit großer Freude und Erfolg durchgeführt.

Wir wollen mit unserem Projekt Mut machen zur Begegnung und zum Malen mit Menschen mit Demenz, nicht nur in Seniorenhäusern sondern auch im Privaten und auch andere ermutigen, den Schritt in die Praxis zu wagen. Mit selbst gestalteten Bildern entsteht etwas Sichtbares, Greifbares, das in jeden Fall positiv ist. Aktiv sein, etwas produzieren, stolz sein auf das Ergebnis, das ist für jeden Menschen etwas Besonderes.

Der 3. Platz hat ein Preisgeld von 1000 Euro erhalten.

Publikumspreis Online-Voting 2020: DAHEIMKICKER - FUSSBALL ZUHAUSE

Das Projekt "DAHEIMKICKER - FUSSBALL ZUHAUSE" wurde während des Corona-Lockdowns ins Leben gerufen. Es richtet sich an Menschen mit Beeinträchtigungen, die oft zur COVID-19 Risikogruppe gehören und im Zuge der aktuellen Sicherheitsmaßnahmen ihre vollbetreuten Wohneinrichtungen weiterhin nicht verlassen dürfen.

In Österreich leben ca. 15.000 Menschen mit Beeinträchtigungen in vollbetreuten Wohneinrichtungen. Die überwiegende Mehrheit erhält im Rahmen ihrer Betreuung kein regelmäßiges Sportprogramm und ist aufgrund der Corona-Krise zusätzlich eingeschränkt.

DAHEIMKICKER wirkt auf diese Problematik durch:

(1) Förderung der sozialen, motorischen und kognitiven Fähigkeiten

(2) Gesundheitsförderung im Rahmen der Corona-Sicherheitsvorschriften

(3) Erleichterter Einstieg in die Fußballwelt mit anschließender Integration in lokale Fußballvereine (im Anschluss an COVID-19 Krise)

Mit 1234 abgegebenen Votingstimmen haben die "Daheimkicker" den Publikumspreis von 1000 Euro gewonnen.

Sonderpreis 2020: Betreuerinnencafé Leonstein

Wir haben uns im Pfarrgebiet Leonstein umgesehen um zu erfahren, wie viele Personenbetreuerinnen hier arbeiten, wie es ihnen dabei geht und welche Unterstützung wir ihnen bieten können. Wir möchten diese Frauen in unserer Pfarre/Gemeinde willkommen heißen und ihre Arbeit wertschätzen.

Die Zahlen der demografischen Entwicklung zeigen, dass unsere Gesellschaft eine alternde Gesellschaft ist: die Geburtenzahlen stagnieren, die Lebenserwartung steigt. Die Strukturen unseres Staates verlangen für eine eigene Pension und die damit verbundene finanzielle Absicherung für das eigene Lebensalter eine vorhergehende, möglichst durchgehende Erwerbstätigkeit.

Familienstrukturen haben sich in den letzten 50 Jahren drastisch verändert: von der Versorgung im Familienverband hin zur Vereinzelung/“Singlegesellschaft“.

Wir haben uns im Pfarrgebiet Leonstein umgesehen um zu erfahren, wie viele Personenbetreuerinnen hier arbeiten, wie es ihnen dabei geht und welche Unterstützung wir ihnen bieten können.

Unserer ersten Einladung im April 2016 sind 8 Personenbetreuerinnen gefolgt. Seitdem finden die Treffen alle 3 Monate regelmäßig statt. Die Betreuerinnen kommen aus Rumänien, Slowakei und Tschechien, sind meist Mütter und Ehefrauen und ermöglichen mit ihrem Einkommen zB die Ausbildung ihrer Kinder und/oder die Mitfinanzierung eines Eigenheimes.

Wir möchten diese Frauen in unserer Pfarre/Gemeinde willkommen heißen und ihre Arbeit wertschätzen.

Dieser Sonderpreis in Höhe von 1500 Euro wurde von der WKÖ Wien zur Verfügung gestellt.


Der "Ort des Respekts" 2018 lag in Salzburg

Bundessieger 1. Platz (Salzburg): Gemeinsam wachsen - Patenschaften für Kinder psychische erkrankter Eltern

Das Projekt kümmert sich um Kinder von Eltern, die an einer psychischen Erkrankung leiden. Diese Kinder haben ein stark erhöhtes Risiko, später im Leben selbst psychisch krank zu werden. Stabile Beziehungen zu gesunden Erwachsenen stellen wichtige präventive Schutzfaktoren dar. Im Projekt „Gemeinsam wachsen“ werden den Kindern daher ehrenamtliche Patinnen und Paten als stabile, verlässliche Bezugspersonen langfristig zur Seite gestellt, um sie so gesund zu erhalten.

Bundessieger 2. Platz (Salzburg): Open Heart - Patenschaften für unbegleitete minderjährigen Flüchtlinge

"Open Heart" ist ein ehrenamtliches Patenschaftsprojekt für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen PatIn und Jugendlichem, gemeinsame Interessen und Unternehmungen. Die Patenschaften werden von der Kija Salzburg professionell begleitet.

Bundessieger 3. Platz (Wien): Die Fairmittlerei

Die Fairmittlerei, bringt Überschuss und Bedarf zusammen und sorgt dafür, dass bisher ungenutzte Ressourcen nicht vernichtet werden, sondern zu mehr sozialer Gerechtigkeit beitragen. Die Initiative betreut ein Netzwerk an Spenderunternehmen aus dem Non-Food Sektor, übernimmt, lagert und verwaltet deren überlagerte Produkte und vermittelt und liefert diese an NGOs in ganz Österreich.

Community Award (Burgenland): Lebenshof Ferkelfroh

Der "Lebenshof Ferkelfroh" ist der einzige seiner Art in ganz Österreich: im südlichen Burgenland genießen gerettete Hausschweine ihr Leben. Auf dem „Lebenshof Ferkelfroh“ sieht man in faszinierender Weise, wie die Tiere ihre Natur ausleben können, wenn sie die Möglichkeit dazu haben.

Landessieger Kärnten: Stoak wie a Felsn...

Ein innovatives Projekt zur psychosozialen Unterstützung von Familien mit lebenslimitiert erkrankten Kindern und Jugendlichen. Die ProjektmitarbeiterInnen verbringen mit bis zu 10 Familien 3 Tage in einem barrierefreien Hotel am Hafnersee in Kärnten, wobei sie die Möglichkeit haben, an ihren Belastungen und Ressourcen zu arbeiten, um so wieder Kraft für die nächste Zeit zu tanken.

Landessieger Salzburg: Plattform Lunger_innen für Menschen

Das Projekt ist darauf ausgelegt, den Lungau auf lange Sicht zu einem offenen und respektvolleren Ort zu machen. Die Plattform Lungauer_innen für Menschen bringt AsylwerberInnen in Tamsweg und der gesamten Region Respekt und Wertschätzung entgegen.

Landessieger Steiermark: Dahir - sozioökonomisches Immobilienmanagement

Dahir - sozioökonomisches Immobilienmanagement ist als Social Business in der Immobilienbranche Pionier. Der Ansatz ist, die Denkweise, das Verhalten und die Praktiken von Immobilienverwaltern, Liegenschaftseigentümern wie auch von MieterInnen zu verändern.

Landessieger Oberösterreich: Solidarity, Sista! - Frauen*.Zeichnen.Comics

Solidarity, Sista! möchte Frauen jeder Herkunft dazu ermutigen, ihre Geschichten in Form von selbstgemachten Comics zu teilen, um gegenseitiges Verständnis und Sensibilisierung für die Lebensrealitäten anderer Menschen zu ermöglichen und ein positives Miteinander zu fördern.

Landessieger Niederösterreich: Gemeinsam in die Zukunft

2015/16 kamen ca. 100 männliche junge Asylwerber nach Gablitz und es gab große Verunsicherung und viele Ängste in der örtlichen Bevölkerung. Das Team von Gablitz hilft - Flüchtlingshilfe arbeitet gemeinsam an einer besseren Zukunft für alle, die sich hier niederlassen mussten oder niederlassen möchten.

Landessieger Wien: Kattunfabrik - Das Cuture Lab

Die Kattunfabrik ist ein Selbsthilfeprojekt für geflüchtete TextilarbeiterInnen. Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, in welchem sie sich auf den Wiedereinstieg in den österreichischen Arbeitsmarkt vorbereiten können, oder wo das bereits verankerte Wissen und Können gefestigt werden kann.

Landessieger Vorarlberg: Regionale Koordinationsstelle für Integration

Die Koordinationsstelle für Integration steht seit 2016 der gesamten Bevölkerung aus 11 Gemeinden des Vorderlandes, den Gemeindeämtern und Systempartnern in Integrationsbereichen wie Sprache, Bildung, Existenzsicherung, Wohnen, Arbeit und Ehrenamt unterstützend zur Seite.

Landessieger Burgenland: Sozial Netzwerk Zillingtal

Der Verein Sozial Netzwerk Zillingtal bemüht sich mit freiwilligen HelferInnen soziale Aufgaben in der Gemeinde Zillingtal zu erledigen. Darunter fallen, die Lieferung von Essen auf Rädern (7 Tage die Woche), Besuchsdienste bei Alleinstehenden, wöchentliche Langsam-Geh-Treffen mit gebrechlichen GemeindebürgerInnen uvm.

Landessieger Tirol: Refugee Midwifery Service Austria

Die RMSA wurde von erfahrenen Hebammen gegründet und bietet eine Rundum-Schwangerschaftsbetreuung für Flüchtlinge an. Das Angebot ist kostenlos, medizinisch qualifiziert, respektvoll gegenüber anderen Kulturen und mehrsprachig. 


Der "Ort des Respekts" 2016 lag in Niederösterreich

Das Siegerprojekt des Wettbewerbs 2016 ist der Verein „Willkommen Mensch! in Groß Gerungs und Langschlag“.

Rund hundert Waldviertlerinnen und Waldviertler zeigen vorbildlich, wie Integration gelingen kann und dass alle profitieren, wenn sich viele daran beteiligen. Rund fünfzig Flüchtlinge, die in organisierten und privaten Unterkünften leben, werden betreut und in den Alltag der „Groß Gerungser“ miteinbezogen. Der Verein hat ein eigenes „Dankeschön“-Tauschsystem entwickelt, in dem Leistungen (z.B. Gartenarbeit, Deutschunterricht etc.) zwischen Vereinsmitgliedern und Asylwerbern getauscht werden. Außerdem finden regelmäßig gemeinschaftliche Aktivitäten statt.

UNIQA-Sonderpreis für besonderes persönliches Engagement

Die „Orte des Respekts“-Jury hat den UNIQA Sonderpreis für besonderes persönliches Engagement vergeben. Wir gratulieren Sandra Bruckner! Sie erhielt 5.000 Euro für ihre Initiative „Together - is better“. Ihr persönlicher Einsatz hat die Jury besonders beeindruckt. Bruckner hat eine Gruppe junger Afghanen jedes Wochenende in ihr Zuhause aufgenommen, mit ihnen Deutsch gelernt, die Freizeit verbracht und sie jederzeit in Notsituationen unterstützt.

Gewinner des "Orte des Respekts" Crowdfunding-Awards

20 nominierte „Orte des Respekts“ nahmen am Crowdfunding-Award auf www.respekt.net teil. Mehr als 3.000 Stimmen wurden in einem spannenden Rennen abgegeben! Den ersten Platz errang das Traiskirchner Projekt Garten der Begegnung, welches Landwirtschaft und Handwerk mit Flüchtlingshilfe verbindet. Der 2. Platz ging an die Jugendinitiative Freethem – Prävention von Menschenhandel, die in ganz Österreich Aufklärungsarbeit betreiben möchte. Und den 3. Platz erreichte asyl.recht.informiert, ein Projekt von den Vienna Law Clinics, welche eine mehrsprachige FAQ-Broschüre zum Thema Asylverfahren veröffentlichen will.

Platz 1: Garten der Begegnung

Platz 2: Freethem

Platz 3: asyl.recht.informiert

Landessieger Wien: Fair-Teiler

Fair-Teiler sind öffentlich zugängliche Sammelstellen für Lebensmittel (Kühlschränke/Regale), in die man Lebensmittel hineinstellen kann, die noch genießbar sind, aber nicht mehr benötigt werden. Dort bedienen darf sich jedeR, und zwar kostenlos.

Landessieger Steiermark: Kautionen für Flüchtlinge

Die Caritas hilft nicht nur aktiv bei der Wohnungssuche, sondern vergibt auch zinsfreie Kautionsdarlehen für Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte, die in monatlichen Raten zurückgezahlt werden. Für viele Flüchtlinge stellt insbesondere die Kaution ein beinahe unüberwindbares Hindernis bei der Wohnungssuche dar.

Landessieger Vorarlberg: Gemeinsam leben lernen: Ein Sprachenlerncafé am BG Bludenz

Das Sprachenlerncafé entstand im September 2015 auf Initiative von 25 OberstufenschülerInnen und einigen LehrerInnen des BG Bludenz, die seitdem wöchentlich im gemütlichen Rahmen der Schulbibliothek mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen Deutsch lernen.

Landessieger Tirol: Tiroler Gesellschaft für rassismuskritische Arbeit (TIGRA)

TIGRA bietet Beratung, Dokumentation sowie Information rund um das Thema Rassismus an. Diskriminierungen und Übergriffe mit rassistischem Hintergrund in Tirol werden dokumentiert und somit sichtbar gemacht. Menschen, die Rassismus erfahren, finden hier einen Raum, in dem sie gehört werden und Unterstützung in Anspruch nehmen können.

Landessieger Niederösterreich: Willkommen Mensch! In Groß Gerungs und Langschlag

In Groß Gerungs und Langschlag sind inzwischen mehr als hundert Menschen aktiv und gestalten die positive Integration von rund fünfzig Flüchtlingen, die in organisierten und privaten Unterkünften leben.

Landessieger Oberösterreich: Achtung! Refugee Radio

Im Projekt „Achtung! - Refugee Radio“ werden Menschen, die bereits journalistische Erfahrungen haben, zu RadiotrainerInnen ausgebildet. Diese geben ihr Wissen dann in ihrer Muttersprache wiederum an andere Radiointeressierte und insbesondere jugendliche Flüchtlinge weiter.

Landessieger Kärnten: Stadtspaziergänge gegen das Vergessen

Dem Verein Erinnern Gailtal gelingt es durch die Spaziergänge unterschiedliche Menschen über die Zeit des Nationalsozialismus aufzuklären und sich in der Region für eine Erinnerungskultur einzusetzen. Mehr als 400 Menschen vor allem aus der Region, aber auch viele TouristInnen waren bereits bei einem Stadtspaziergang dabei und haben sich dort mit der Geschichte der NS-Opfer aus dem Gailtal auseinandergesetzt.

Landessieger Salzburg: Rollende Herzen - Verteilen statt Wegwerfen

Das Projekt "Rollende Herzen – verteilen statt wegwerfen" vereint das Thema Lebensmittelverschwendung mit sozialem Engagement. Solidarität unter der Bevölkerung wird hier tagtäglich durch das Verteilen von Lebensmitteln und die Integration aller Bevölkerungsgruppen gelebt. Der Herzerlbus wird dabei zum Ort des Respekts.

Landessieger Burgenland: Lutzmannsburg hilft

Nach der Flüchtlingstragödie auf der A4 entstand die Initiative „Lutzmannsburg Hilft“ aus dem Bedürfnis vieler Privatpersonen selbst etwas zur Flüchtlingsintegration beizutragen. Bereits vor Ankunft der ersten Flüchtlinge in Lutzmannsburg hat sich eine Gruppe von gut 20 engagierten Personen formiert, die bereit war vom ersten Tag an zu helfen.


Der "Ort des Respekts" 2014 lag in Vorarlberg

Bundessieger: Wir brauchen diese Kinder

Dieses Projekt wurde von einem Ehepaar aus Schruns 2004 ins Leben gerufen. Um die drohende Abschiebung mehrerer Familien zu verhindern, gründeten sie in ihrem Heimatort eine Bürgerinitiative. Über Jahre hinweg wurden Asylwerber begleitet, in denen ihnen vor allem Hilfe zur Selbsthilfe geboten wurde. Als Resultat dieses Einsatzes wurde für 13 Flüchtlingsfamilien das Bleiberecht erkämpft. Nun haben alle Wohnung, Arbeit und Zukunftsperspektiven.

Das Siegerprojekt „Wir brauchen diese Kinder“ erhielt ein zusätzliches Preisgeld von 3.000 Euro, welches dem Projekt zugute kam.

Landessieger Kärnten: Projektgruppe Frauen Kommunikationskultur

Die Projektgruppe Frauen setzt sich für interkulturelle Verständigung, die über die bloße Verwendung einer gemeinsamen Sprache hinausgeht, ein. Es geht um Sprachvermittlung, Vernetzung, Begegnung und Kulturaustausch für Frauen aus aller Welt.

Landessieger Steiermark: Unsere Menschenrechtsschule 

Der Verein ETC Graz organisiert Workshops in denen sich Kinder mit Menschen- und Kinderrechten beschäftigen und versuchen sie im täglichen Schulleben umzusetzen. Auch LehrerInnen und Eltern werden dabei eingebunden.

Landessieger Salzburg: Teach for Austria

Der Verein „Teach for Austria“ rekrutiert herausragende HochschulabsolventInnen, die als vollwertige Lehrkräfte SchülerInnen mit schlechten Startbedingungen motivieren.

Landessieger Niederösterreich: Ja! Jung und Alt - miteinander – füreinander

Die Initiative hat es zum Ziel, Berührungsängste und Vorurteile zwischen den Generationen abzubauen. Dazu nehmen SchülerInnen der Mittelschule Orth an der Donau in ihrer Freizeit, Kontakt zu BewohnerInnen des Landespflegheimes Orth an der Donau auf. Beide Seiten profitieren von den vielfältigen gemeinsamen Projekten.

Landessieger Burgenland: besser vereint – Vernetzen statt ausgrenzen!

Das Projekt eröffnet Chancen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, die oft von Ausgrenzung und Einsamkeit bedroht sind. Daher unterstützt das Projekt die Inklusion von Menschen mit besonderen Bedürfnissen in südburgenländischen Vereinen, mit dem Resultat, dass damit auch burgenländische Vereine im Bestehen gestärkt werden.

Landessieger Wien: Notfallsplätze für AsylwerberInnen ohne Grundversorgung

Notfallsplätze wurden eingerichtet, um AsylwerberInnen, die trotz laufendem Verfahren von der Grundversorgung ausgeschlossen wurden, zu unterstützen. Damit werden die Menschen mithilfe von Spenden weiterhin mit dem Nötigsten versorgt, bis ein Aufenthaltstitel erreicht wird, die reguläre Grundversorgung wieder übernimmt wird oder eine freiwillige Rückkehr ins Heimatland möglich ist.

Landessieger Oberösterreich: Plattform Altmünster für Menschen

Als überparteiliche und überkonfessionelle Gruppe unterstützt die Plattform die in der Gemeinde Altmünster lebenden Flüchtlinge. Diese Unterstützung ist sehr vielfältig, wobei im Zentrum der Sprachunterricht steht. Damit soll Flüchtlingen die schwere Zeit des Wartens einigermaßen erleichtert werden.

Landessieger Tirol: Videowegweiser durch das österreichische Asylverfahren

Flüchtlinge in Österreich befinden sich in einem Abhängigkeitsverhältnis. Sie sind angewiesen an staatliche Unterstützung, an Beratende und an Behörden. Das Projekt soll dieser Abhängigkeitsspirale entgegenwirken. Ein Videowegweiser bietet Flüchtlingen und Interessierten eine einfache Möglichkeit, sich selbstständig über das österreichische Asylverfahren und die damit verbundenen Rechte und Pflichten zu informieren.

Landessieger Vorarlberg = Bundessieger: Wir brauchen diese Kinder

Um die drohende Abschiebung mehrerer Familien zu verhindern, gründete sich in Schruns eine Bürgerinitiative. Über Jahre hinweg wurden Asylwerber begleitet, in denen ihnen vor allem Hilfe zur Selbsthilfe geboten wurde. Als Resultat dieses Einsatzes wurde für 13 Flüchtlingsfamilien das Bleiberecht erkämpft. Nun haben alle Wohnung, Arbeit und Zukunftsperspektiven.